Transparente Masken Smile und Smile Plus von eGo nicht mehr zulässig!

Smile-Maske auf einem Dummy

Smile by eGo an einem Dummy
Quelle: YouTube-Video von Dominik Junold

Die transparenten Masken des Herstellers eGo sind seit dem 10.12.2020 nicht mehr als Community-Maske zugelassen. Wir hatten in diesem Artikel über die Masken berichtet.

Der Bayerische Rundfunk strahlte am 8.12. eine Folge seiner Sendung "Faktenfuchs" aus. Hier wurden  Untersuchungen der Universität München zitiert. Es heißt, die Aerosole würden durch Plastikmasken nicht genügend gefiltert werden (Beitrag vom 8.12.2020).

Daraufhin erklärte das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP) am 10.12.2020 die Masken den Gesichtsvisieren für gleichgestellt. Das heißt, sie sind nicht mehr als MNS-Schutz zulässig (siehe auch FAQ auf der offiziellen Seite des StMGP).

Die gezeigten Aufnahmen von der Aerosolausbreitung bei Kunststoffmasken kennt man aus anderen Quellen auch von Stoff- und OP-Masken. Auch sie lassen Aerosole heraus (jeder Brillenträger kann davon ein Lied singen). Um ein solides Fundament für die Bewertung von Mund-Nasenschutz-Systemen zu schaffen, muß ein direkter und standardisierter Vergleich mit allen Maskentypen durchgeführt werden. Insbesondere muß festgelegt werden, welche Menge an Aerosolen in die Atemluft abgegeben werden darf. Bis dahin sind alles nur Aussagen über ein Besser oder Schlechter, aber kaum über ein Sicher oder nicht Sicher.

Daher ist zu vermuten, daß das StMGP insbesondere aus Vorsicht oder Unsicherheit gehandelt hat, als es die Kunststoffmasken den Gesichtsvisieren gleichgestellt hat. Für uns Schwerhörige ist das ein herber Schlag. In der allgemeinen Stimmung sind auch viele Menschen nicht mehr bereit, ihre Gesichtsmasken abzunehmen, damit ein hörbehindertes Gegenüber vom Gesicht ablesen kann. Dabei ist dies ausdrücklich als Ausnahme seit der Ausgabe 4 der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) aufgenommen worden (Paragraph 2, Absatz 3 in der aktuellen Ausgabe 10 vom 8.12.2020).

Das heißt aber nicht, der andere muß die Maske abnehmen! Es bleibt seine Entscheidung, ob er der Ausnahmeregelung folgen möchte und ggf. auch die des Arbeitgebers, der das untersagen kann. Bei Unkenntnis der Ausnahmeregelung können wir Aufklärungsarbeit leisten, bei Sicherheitsbedenken und anderen Ablehnungsgründen können wir die Kommunikation mit Notizblock und Kuli anbieten.