Unterstüzung für Kommunikationsstörer gesucht

Prototyp des Kommunikationsstörers

Der Prototyp des Kommunikationsstörers
Quelle: Webseite von Nils Enders-Brenner
©Nils Enders-Brenner

Wie finden Sie ein Gespräch, das durchgehend in geordneten Bahnen verläuft? Es gibt kein Dazwischenquatschen, niemand schneidet dem anderen das Wort ab, es wird nicht durcheinandergeredet, man wird nicht zu laut oder zu leise usw.? Für Schwerhörige, und wohl auch für Nichtschwerhörige ein Kommunikationsparadies, weil jeder sich ungestört einbringen kann und sich der Aufmerksamkeit der anderen sicher ist. Ein Gespräch ohne Streß.

Bereits die Wikinger, aber auch die Ureinwohner Nord- und Mittelamerikas und auch Afrikas, haben das Ritual der “Redestabrunde” gepflegt. Hierbei geht ein eigens hierfür vorgesehener Kultgegenstand (reichlich geschmückter Holzstab oder Knochen oder die Friedenspfeife) herum. Nur wer den Redestab hält, darf sprechen, und die Mitglieder in der Runde sind mit ihrer vollen Aufmerksamkeit bei ihm. (Zum Nachlesen: Artikel bei Wikipedia)

Eine ähnliche Technik pflegen viele Runden mit Schwerhörigen (Selbsthilfegruppen oder Tagungen), wenn nur ein Mikrofon vorhanden ist und herumgereicht werden muß, damit alle den Sprecher über Lautsprecher oder die induktive Höranlage verstehen können.

Nils Enders-Brenner hat eine elektronische Variante des Redestabes entwickelt. Er nennt ihn den Kommunikationsstörer, weil das Gerät Alarm schlägt (und damit die Kommunikation stört), wenn die Redestab-Vereinbarungen nicht eingehalten werden. Die Geschichte und eine Beschreibung des Gerätes findet sich in der Ausgabe 108 der “Schnecke” vom Juni 2020 (sie kann als PDF von der Webseite Schnecke-Online heruntergeladen werden).

Die Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen und Nils Enders-Brenner sucht nun Unterstützung, um den Prototypen verbessern zu können. Er braucht Leute, die sich mit der Programmierung von Mikroprozessoren auskennen, freut sich aber auch über jeden, der Interesse an dem Projekt hat und an der Weiterentwicklung mitwirken möchte. Wer sich das zutraut, kann mit Nils über seine Webseite oder per Mail in Verbindung treten.