Flyer HörMomente & CI-Abend Termine 2026
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Wir freuen uns, auch im nächsten Jahr wieder regelmäßige Treffen für Menschen mit Hörbehinderung, deren Angehörige und Interessierte anbieten zu können.

HörMomente bietet Raum für Austausch und Information allgemein rund um das Thema Hörbehinderung.
Bei den CI-Abenden stehen Erfahrungen, Fragen und der Alltag mit Cochlea Implantat im Mittelpunkt

Die Treffen finden einmal im Monat abwechselnd montags oder dienstags von 17:00-18:30 Uhr in unserer Dienststelle (Veranstaltugnssaal Erdgeschoss, Egidienplatz 33, 90403 Nürnberg) statt. Der Saal ist mit einer induktiven Höranlage ausgestattet.

Flyer zum Download: HörMomente & CI-Abend 2026

Den zentralen Bereich des Bildes dominiert eine hohe, zylindrische Säule oder einen Lautsprecher, der mit einer Stoffhülle mit einem abstrakten Muster bedeckt ist. Das Muster besteht aus stilisierten Blumenmotiven und geometrischen Formen in einer harmonischen Farbpalette aus Orange, Grün, Weiß und Schwarz, die einen visuellen Kontrast zum neutralen Hintergrund bilden. Am linken und rechten Bildrand ist jeweils eine Aufbewahrungslösung platziert.
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Das Beratungsbüro in unserer Schwerhörigenseelsorge ist jetzt hinsichtlich der Raumakustik saniert. Das gesamte Gebäude wurde zwar erst vor wenigen Jahren erneuert, allerdings wurde die Raumakustik in unseren Büroräumen nicht optimal für Menschen mit Hörbehinderung gestaltet. Es entstand immer ein störender Nachhall, welcher die Sprachverständlichkeit und Arbeitsqualität messbar verschlechtert hat. Der kognitive Mehraufwand um die fehlende Sprachverständlichkeit auszugleichen, hat eine hohe Kapazität an Konzentration und Anstrengung eingefordert und führte zu einer schnelleren Ermüdung.

"Wenn du Angst hast nimmst du dein Herz in den Mund und lächelst" ist links oben in verzerrter Schrift zu lesen. Zwei Mädchen stehen auf einem Balkon eines Betonhochhauses. Hinter ihnen öffnet sich der Blick über die Stadtlandschaft von Wien.
Bildrechte © 2025 Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V.

Gemeinsam haben wir am 14. Oktober den österreichischen Film „Wenn du Angst hast, nimmst du dein Herz in den Mund und lächelst“ im Filmhaus Nürnberg gesehen. Der Kinostart des Films erfolgte am 02. Oktober 2025. Im Filmhaus wurde der Film in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt.

Das Bild zeigt drei elektronische Geräte auf einer hellen Oberfläche. Ein schwarzer Kopfhörer liegt neben zwei schwarzen rechteckigen Geräten der Marke Ampetronic, beschriftet mit "ILR3" und "ILR3+". Ein weiteres Gerät mit einer grauen Hülle und einem blauen Aufkleber mit einem stilisierten Ohr und dem Buchstaben "T" liegt ebenfalls auf der Oberfläche.
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Aufmerksam zuhören spielt in der Bibel für die zentralen Personen eine große Rolle. Durch den Lärm der Welt ruft der Erlöser von außen her. Diesen Ruf hören exemplarisch Mose aus dem brennenden Busch (Ex 3) und Jesus bei seiner Taufe als so genannte Tochterstimme aus dem Himmel (Mt 3,16f. parr). In beiden Fällen könnte dies als Berufungserlebnis verstanden werden.

Ein akustischer Signalsendemast sendet das Warnsignal an ein Smartphone, welches in einer Hand gehalten wird. Auf dem Display erscheint ein Warndreieck mit Ausrufezeichen.
Bildrechte ISF-Projekt Warnung der Bevölkerung

Am Donnerstag, 11. September 2025, findet der Bundesweite Warntag statt. An diesem Tag werden in ganz Deutschland die vorhandenen Warnmittel getestet. Ein wichtiger Schritt für die Sicherheit der Bevölkerung.

Doch gerade für Menschen mit Hörbehinderung, insbesondere ältere ohne digitale Kompetenz, stellt der Zugang zu Warnungen noch immer ein Problem dar.

Kanzel in einer gotischen Kirche (Lorenzkirche Nürnberg) mit kunstvoll geschnitzten Figuren, gewundener Treppe und einem über der Kanzel angebrachten Holzdeckel mit Adler-Motiv. Über der Kanzel hängt ein Porträt von Andreas Osiander. Große bunte Glasfenster sind im Hintergrund sichtbar.
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Am 21. August 2025 machten sich lautsprachorientierte Menschen mit Hörsystem gemeinsam mit uns auf den Weg durch die Nürnberger Altstadt, auf den Spuren der Reformation. Anlass war das 500-jährige Jubiläum: Nürnberg wurde 1525 evangelisch, ein bedeutender Moment in der Stadtgeschichte, dem wir uns auf besondere Weise näherten.

Im Mittelpunkt des HörSpaziergangs standen verschiedene Stationen, die das Hören, Verstehen und Mitmachen förderten.

Ein unterhaltsames Quiz rund um Martin Luther trainierte unser Gehör mitten im Alltagslärm des Hauptmarktes. Konzentration und Gedächtnis waren gefragt. An einer weiteren Station forderte eine Mitmach-Geschichte unsere Aufmerksamkeit: Aktivitätswörter wie „begrüßen“ oder „gehen“ wurden nicht nur gehört, sondern auch mit viel Freude durch Gestik und Bewegung umgesetzt. Ein spannender Inhalt war die Lebensgeschichte von Andreas Osiander, einem wichtigen Nürnberger Reformator. Trotz Baustellenlärm und Glockengeläut hörten alle konzentriert zu. Eine echte Herausforderung, die viele mit Bravour meisterten.
Zum Abschluss wartete an der Lorenzkirche eine Suchaufgabe mit Bezug zu Andreas Osiander und dem Nürnberger Schembartlauf.

Obwohl dies das offizielle Ende war, blieben viele noch zusammen, um sich in kleinen Gruppen zum Mittagessen oder Eis zu verabreden. Diese Begegnungen sind für uns ein besonderes Zeichen: Menschen mit Hörbehinderung haben ein erhöhtes Risiko, sich aufgrund von Kommunikationsbarrieren zurückzuziehen. Umso wichtiger sind Angebote, die Austausch ermöglichen, Selbstvertrauen stärken und neue soziale Kontakte schaffen. Mehrere Teilnehmende erzählten uns, dass sie sich seit Jahren nicht mehr an Gruppenangeboten beteiligt hatten und dankbar waren für diesen geschützten Raum.

Unser Ziel bleibt: Teilhabe hörbar und erlebbar machen – mit Freude, Geschichte und Gemeinschaft.