Illustration einer Person mit Hörgerät, die an einem Laptop an einer Videokonferenz mit vier Teilnehmenden teilnimmt. Auf dem Bildschirm sind gut lesbare Untertitel eingeblendet. Die Szene zeigt eine ruhige Arbeitsumgebung mit Schreibtisch, Pflanze, Tasse und Notizbuch.
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Im Rahmen einer Bachelorarbeit im Studiengang Digital Media wird aktuell die Wahrnehmung von Untertitel-Layouts in Videokonferenzen untersucht, insbesondere aus Sicht von Menschen mit Hörbehinderung. 

Dazu wurde eine kurze Online-Umfrage erstellt. 

Die Teilnahme ist anonym und dauert etwa 5-10 Minuten.  
https://app.formbricks.com/s/cmomvdyc0cvq2vi01ilk2mrwq  

Eine Weiterleitung an interessierte Personen ist ausdrücklich willkommen. 

Vielen Dank für die Unterstützung!

Ein gotisches Steintor mit einer dunklen Holztür, die von einem steinernen Bogen überragt wird, dominiert die Ansicht. Rechts neben der Tür ist ein kleines, rechteckiges Schild mit einem blauen Hintergrund und einem weißen stilisiertem Ohr, welches auf eine vorhandene induktive Höranlage hinweist, angebracht.
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Gestern hatten wir die Gelegenheit, kurzfristig die induktive Höranlage in der Trauerhalle St. Peter in Nürnberg zu testen. Möglich wurde dies durch die freundliche Unterstützung eines Mitarbeiters der städtischen Friedhofsverwaltung.

Für die Testung waren wir zu dritt vor Ort: eine hörgerätetragende Person, ein CI-Träger sowie eine hörende Person. Zusätzlich brachten wir ein Testgerät mit Kopfhörern mit, sodass auch der zuständige Mitarbeiter die Anlage unmittelbar selbst ausprobieren konnte.

Ein aktuelles internes Arbeitspapier von Bund, Ländern und Kommunen listet über 70 Sparvorschläge mit einem Volumen von über 8,6 Milliarden Euro im Sozialbereich auf. Viele Maßnahmen sind noch gar nicht beziffert, könnten also noch weiter gehen.

Eine aktuelle Pressemitteilung des Paritätischen Gesamtverbands vom 16. April 2026 klärt über die Kürzungspläne auf. Die Sparmaßnahmen würden auch die Eingliederungshilfe betreffen, also Leistungen zur Unterstützung von Menschen mit Behinderungen.

Münzgeld
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Wie bereits mehrfach berichtet, wird das Thema Gehörlosengeld in Bayern seit längerer Zeit immer wieder diskutiert. Ziel ist eine finanzielle Unterstützung für Menschen mit Gehörlosigkeit oder starker Schwerhörigkeit, um Teilhabe im Alltag zu erleichtern.

Aktuell ist die Einführung weiterhin nicht beschlossen und im Doppelhaushalt 2026/2027 zunächst nicht vorgesehen. Damit bleibt offen, wann es tatsächlich zu einer Umsetzung kommt. 

Große digitale Abfahrtstafel mit Zugverbindungen und Uhrzeit über einem DB-Informationsschalter in einem Bahnhof.
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Wir stehen aktuell im Austausch mit einem Redakteur einer lokalen Zeitung zum Thema Barrierefreiheit bei der Deutschen Bahn. Ausgehend von einem Zeitungsbericht über Barrieren im Bahnverkehr sind wir ins Gespräch darüber gekommen, welche Hürden insbesondere Menschen mit Hörbehinderung erleben und wo bereits gute Lösungen bestehen, aber auch, an welchen Stellen weiterhin Verbesserungsbedarf besteht.

KI verändert gerade viele Bereiche im Gesundheitswesen - auch die Logopädie. 

Gerade im Kontext von Hörbehinderung entstehen neue Möglichkeiten, z.B.:
- Analyse von Sprachverständlichkeit mit KI
- Prognosen zur Sprachentwicklung nach Cochlea-Implantaion
- KI-Gebärdensprach-Avatare für barrierearme Kommunikation

Zum Tag der Logopädie (06. März) heute ein kleiner Einblick in diese spannenden Entwicklungen.

Poster zur Online-Befragung zum Thema Schwerhörigkeit mit Informationen zur Teilnahme, Dauer, Anforderungen und Belohnung sowie QR-Code und Kontaktangaben
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Im Rahmen des Forschungsprojekts „Psychosoziale Faktoren für die Lebensqualität älterwerdender Menschen mit Schwerhörigkeit: Neue Ansätze für die Versorgung“ (AgeHearing-QoL), das an der Hochschule Landshut durchgeführt wird, läuft seit dem 01. Dezember 2025 eine Online-Befragung. Mit unserem Projekt möchten wir einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung und Lebensqualität älterwerdender Menschen mit Schwerhörigkeit leisten.

Gruppenfoto vor Friedenskirche in Nürnberg
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Gemeinsam mit Ehrenamtlichen und Mitgliedern der Initiative Induktiv Hören Nürnberg (IHN) haben wir die induktive Höranlage in der Friedenskirche Nürnberg getestet. Ziel des Termins war es, die Anlage unter realen Bedingungen zu prüfen und die Hörqualität an unterschiedlichen Plätzen im Kirchenraum zu bewerten.

Die Initiative Induktiv Hören Nürnberg (IHN) besteht aus ehren- und hauptamtlichen Mitgliedern. Die Schwerhörigenseelsorge der Evang.-Luth. Kirche in Bayern ist Teil dieser Initiative. Gemeinsam setzen wir uns für mehr Teilhabe von Menschen mit Hörbehinderung ein. Dies geschieht durch Sensibilisierung für Hörunterstützungsanlagen, Schulungen zu induktiven Höranlagen, die Durchführung von Anlagentests sowie durch die Pflege eines Verzeichnisses öffentlich zugänglicher Höranlagen in Nürnberg.

Während des Technik-Checks in der Friedenskirche nahmen die Teilnehmenden an verschiedenen Stellen im Kirchenraum Platz, um die Abdeckung und Klangqualität der induktiven Höranlage zu testen. Das Klangerlebnis wurde von den Teilnehmenden überwiegend positiv bewertet. Die Anlage deckt den Kirchenraum insgesamt gut ab und ermöglicht eine klare Sprachübertragung. Auf Grundlage dieses positiven Ergebnisses wird die Friedenskirche in das Verzeichnis der öffentlich zugänglichen induktiven Höranlagen in Nürnberg aufgenommen.

Aktuell arbeitet die IHN an der Aktualisierung dieses Verzeichnisses. Der neue Flyer mit dem Stand 2026 erscheint demnächst und wird eine aktualisierte Übersicht über öffentlich zugängliche induktive Höranlagen im Nürnberger Stadtgebiet enthalten.

Letzter Aufruf:
Bevor der neue Flyer in die Veröffentlichung geht, möchten wir Einrichtungen, die über eine induktive Höranlage verfügen und bisher noch nicht erfasst sind, herzlich dazu einladen, sich bei uns zu melden. Eine Aufnahme in das Verzeichnis ist noch bis zum 03. März 2026 möglich. Rückmeldungen nehmen wir gerne unter info@shs-elkb.de entgegen.

Mit diesen Technik-Checks und der kontinuierlichen Aktualisierung des Verzeichnisses leistet die IHN einen wichtigen Beitrag zur Barrierefreiheit und zur gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Hörbehinderung an öffentlichen, kulturellen und kirchlichen Angeboten.

Mehrere Blisterpackungen mit Hörgerätebatterien verschiedener Marken und Typen liegen nebeneinander.
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Seit Ende November 2025 besteht laut Kundeninformationen des Gesunddienstes den National Health Service (NHS) im Vereinigten Königreich ein Engpass bei Hörgerätebatterien der Größe 312 des Herstellers Energizer Training Ltd, die im Rahmen der Versorgung über den National Health Service ausgegeben werden. Betroffen sind insbesondere Nutzende, die ihre Hörgeräte sowie die Batterien des Typs 312 vollständig über den staatlichen Gesundheitsdienst NHS beziehen. Die Batterien sind an dem braunen Farbcode der Verpackung beziehungsweise der Schutzfolie zu erkennen und stellen einen gängigen Batterietyp für kleine bis mittelgroße Hinter-dem-Ohr-Hörsysteme dar.

Aufgrund eines Lieferengpasses des Herstellers Energizer Trading Ltd werden diese Batterien derzeit rationiert und vielerorts nur noch in begrenzten Mengen bereitgestellt. Für viele Betroffene, insbesondere ältere oder mobil eingeschränkte Menschen, führt dies laut The Times zu zusätzlichen Hürden: Die Batterien müssen beispielsweise teils wöchentlich in NHS-Einrichtungen abgeholt werden, statt – wie üblich – mehrere Packungen auf einmal zu erhalten. Betroffene geben an, dass sie ihre Hörgeräte zeitweise bewusst ausschalten, um die Batterieabnutzung zu verringern. 

Zwar ist ein privater Erwerb weiterhin möglich, dieser ist jedoch nicht für alle Betroffenen praktikabel oder finanziell umsetzbar. Die Situation verdeutlicht strukturelle Unterschiede innerhalb der audiologischen Versorgung im Vereinigten Königreich. Während einzelne NHS-Standorte alternative Hersteller nutzen oder Batterien per Post versenden können, existieren keine einheitliche Regelungen und regionale Unterschiede. 
 
Kurzvergleich Deutschland:
In Deutschland erfolgt die Beschaffung von Hörgerätebatterien in der Regel dezentral, weshalb verschiedene Hersteller zum Einsatz kommen. Sollte es zu Lieferproblemen kommen, würden diese unserer Einschätzung nach voraussichtlich eher lokal oder betriebsspezifisch auftreten. 

 

Quellen: 

NHS Supply Chain. (2026, 19. Januar). Supply Issues Energizer Trading Ltd Hearing aid battery GHD85530. https://www.supplychain.nhs.uk/icn/supply-issues-energizer-trading-ltd-hearing-aid-battery-ghd85530-2/


The Times (2026, 26. Januar). Deaf forced to turn off hearing aids amid NHS battery shortage. https://www.thetimes.com/article/2a872186-244d-4781-bee9-f24c15cc9640